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03. September 2018 - Münster

Mal laut, mal leise für eine gerechte Gesellschaft

Jugendverbandler*innen aus dem BDKJ diskutierten am 03.09.18 mit Vertreterinnen und Vertretern von CDU, Grünen und SPD über Politik im Sinne von jungen Menschen.

Sie beziehen Stellung, vertreten ihre Ideale und mischen sich in den politischen Diskurs ein – was in den vergangenen Tagen wieder verstärkt von den Menschen gefordert wird, machen die katholischen Jugendverbände seit vielen Jahren. Dafür suchen sie regelmäßig das Gespräch mit Politikerinnen und Politikern. So wie am gestrigen Abend (03.09.2018), als der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Münster Abgeordnete und Vertreter*innen von CDU, Grünen und SPD zum Austausch in Münster empfing.

Josefine Paul (l.) sprach unter anderem mit Mitgliedern der Malteser Jugend, der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) über Nachhaltigkeit.

Josefine Paul (l.) sprach unter anderem mit Mitgliedern der Malteser Jugend, der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) über Nachhaltigkeit.

Viel Einigkeit herrschte zwischen Maria Klein-Schmeink (Die Grünen) und den Verbandlerinnen und Verbandlern, hier Thiemo Koop von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), im Hinblick auf die nötige Verstärkung von Teilhabemöglichkeiten für junge Menschen.

Viel Einigkeit herrschte zwischen Maria Klein-Schmeink (Die Grünen) und den Verbandlerinnen und Verbandlern, hier Thiemo Koop von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), im Hinblick auf die nötige Verstärkung von Teilhabemöglichkeiten für junge Menschen.

Die SPD-Abgeordnete Annette Watermann-Krass (r.) im Gespräch mit dem BDKJ-Vorsitzenden Johannes Wilde und Susanne Deusch, Geistliche Leiterin des BDKJ Münster.

Die SPD-Abgeordnete Annette Watermann-Krass (r.) im Gespräch mit dem BDKJ-Vorsitzenden Johannes Wilde und Susanne Deusch, Geistliche Leiterin des BDKJ Münster.

Tobias Bollmann (2.v.l.) und Simone Wendland (2.v.r.), beide CDU, erkundigten sich bei den Vertreterinnen und Vertretern der Malteser Jugend und der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) nach bürokratischen Hürden für das Ehrenamt.

Tobias Bollmann (2.v.l.) und Simone Wendland (2.v.r.), beide CDU, erkundigten sich bei den Vertreterinnen und Vertretern der Malteser Jugend und der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) nach bürokratischen Hürden für das Ehrenamt.

Als Christinnen und Christen seien sie gefordert, aktiv zu werden, leitete die Geistliche Leiterin des BDKJ Münster, Susanne Deusch, in den Abend ein. „Das tun wir Verbandler*innen wenn nötig laut, wie auf Demos, oder leise in unserer täglichen Bildungsarbeit in den Ortgruppen der Jugendverbände.“ An vier Gesprächsstationen im Garten der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde tauschten sich die Jugendverbandler*innen und Politiker*innen anschließend intensiv zu Themenschwerpunkten wie Nachhaltigkeit, politische Teilhabemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, den Wunsch nach einer Entbürokratisierung im Bereich des Ehrenamtes und das Engagement für eine offene, menschenfreundliche Gesellschaft aus.

Maria Klein-Schmeink, Bundestagsabgeordnete vom Bündnis 90/Die Grünen, diskutierte angeregt über den Ansatz, junge Menschen mithilfe jugendgerechter Sprache zu politischer Teilhabe anzuregen. Sie unterstützte die Forderung, Kinder und Jugendliche verstärkt anzuhören und ihre Bedürfnisse bereits bei der Erstellung der Wahlprogramme zu berücksichtigen.

„Auf was könnte man aus eurer Sicht verzichten?“, wollte der münsterische CDU-Politiker Tobias Bollmann an der nächsten Station wissen. Mit ihm und der CDU-Bundestagsabgeordneten Simone Wendland sprachen die Jugendverbandler*innen über bürokratische Hürden für ehrenamtliches Engagement, wie etwa die verbindliche, kostenpflichtige Hygieneschulung für Helfer*innen in den Ferienlagern.

Dass bestehende Strukturen häufig umweltschädigendes Verhalten förderten, beklagte die Kuratin der Pfadfinderinneschaft St. Georg (PSG), Katharina Fröhle, gegenüber der Grünen-Landtagsabgeordneten Josefine Paul. „Wenn es günstiger ist, zu fliegen als mit der Bahn zu fahren, ist es schwer zu vermitteln, warum wir für die Anreise ins Ferienlager trotzdem in den Zug steigen“, erläuterte sie. In Zeiten, in denen Parteien im Bundestag säßen, die den Klimawandel leugneten, sei wieder ein verstärkter Diskurs nötig, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen, betonte Paul.
Am Ende des Abends bedankten sich die Gäste für das Engagement des BDKJ. Dass junge Menschen mit Politikerinnen und Politikern im Gespräch sind, sei wichtig, unterstrich die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass. „Es ist gut, dass Kinder und Jugendliche in Verbänden Demokratie lernen, damit wir junge Menschen haben, die Politik und Zivilgesellschaft mitgestalten.“ Der BDKJ-Vorsitzende Johannes Wilde zeigte sich zufrieden mit dem interaktiven Format der Veranstaltung. „Die Jugendverbandler*innen haben die Möglichkeit zum Austausch heute Abend sehr intensiv genutzt.“

BDKJ-Diözese Münster
Redaktion: Birgit Amenda