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19. Februar 2020 - Vechta

Schulabschluss und jetzt? Ein FSJ oder ein BFD als sinnvolle Alternative

Junge Menschen können nach ihrem Schulabschluss neue Chancen und Herausforderungen in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder einem Bundesfreiwilligendienst (BFD) finden.
Die „Katholische Freiwilligendienste im Oldenburger Land gGmbH (KFWD)“ bietet 325 jungen Menschen ab 16 Jahren die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst zu absolvieren.

Die Flamme der Gruppenkerze zeigte dann auch in der Abschlussrunde: egal, aus welchen Richtungen wir zusammengehen, wir kommen aus einem Licht.

Die Flamme der Gruppenkerze zeigte dann auch in der Abschlussrunde: egal, aus welchen Richtungen wir zusammengehen, wir kommen aus einem Licht.

Für viele Schulabsolventinnen und -absolventen in der Region ist die nahe Zukunft noch nicht geklärt oder es bestehen Unsicherheiten, ob man den gewünschten Ausbildungs-, Schul-
oder Studienplatz erhält.

Eine sinnvolle und bereichernde Alternative ist das FSJ oder ein BFD. Sie bieten die Möglichkeit für alle Schulabgänger*innen das soziale Berufsfeld kennenzulernen, sich gesellschaftlich zu engagieren und sich für Ausbildung oder Studium zu qualifizieren. „Viele der jährlich 325 Freiwilligen haben den Zwischenstopp Freiwilligendienst auch gewählt, weil sie nach der Schulzeit praktische Erfahrungen sammeln wollen“, so der Geschäftsführer der KFWD Frank Tönnies.

Diese finden sie in ihrem meist einjährigen Einsatz in Kinder-, Behinderten-, Jugend- oder Alteneinrichtungen sowie Krankenhäusern. Dafür erhalten sie Leistungen wie Taschengeld und Versicherungen. Der Kindergeldanspruch der Eltern bleibt zudem in der Regel erhalten.

Gründe, einen Freiwilligendienst zu machen gibt es viele. Die Bewerber*innen an einem Freiwilligendienst ihre Zeit sinnvoll nutzen, weil ...

  • Sie wissen noch nicht, welche Ausbildung zu Ihnen passt!
  • Sie möchten herausfinden, ob der soziale Bereich Ihnen berufliche Perspektiven bietet!
  • Sie haben zwischen sechs Monaten und einem Jahr Zeit, in der Sie sich sozial engagieren möchten!
  • Sie finden zurzeit keinen geeigneten Ausbildungs- bzw. Studienplatz oder müssen noch darauf warten bzw. haben Ausbildung oder Studium abgebrochen.
  • Sie möchten eine Lernpause einlegen und erst mal etwas Praktisches tun!

Kurzum, sie möchten etwas aus ihrer Zeit machen, sich orientieren, sozial engagieren und sich gleichzeitig in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln. Sie möchten Ihren Fähigkeiten und Grenzen auf die Spur kommen und sich mit Glaubens- und Sinnfragen auseinandersetzen.

Die KFWD bietet eine breite Palette von sozialen Diensten in ganz unterschiedlichen Einsatzstellen an. Neben der praktischen Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung gehört auch die gesetzlich vorgeschriebene Seminararbeit dazu. 25 Bildungstage sind für ein volles Jahr vorgesehen. Sie finden in 5 Blöcken zu 5 Tagen statt.

Neben der aktiven Mitbestimmung in der inhaltlichen Ausgestaltung der Seminare, werden die Freiwilligen auch an anderer Stelle eingebunden. Im Januar 2020 sind insgesamt 20 Sprecher*innen aus den 13 Seminargruppe in Vechta zusammengekommen. Unter der Begleitung der Pädagogischen Leitung Heike Bornhorst und Geschäftsführer Tönnies haben sich die Teilnehmer*innen kritisch mit Fragen der finanziellen Förderung der Freiwilligendienste durch den Bund, der gesellschaftlichen Anerkennungskultur von Freiwilligendiensten und der Öffentlichkeitsarbeit der KFWD auseinandergesetzt. „Um Werbung für den Freiwilligendienst zu machen, engagieren sich die Sprecher*innen z.B. in Schulbesuchen oder öffentlichen Veranstaltungen. Dazu ist eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet worden, um sich zu vernetzen und zu koordinieren“, so beschreibt Heike Bornhorst das Engagement. Mit dem Sprecher*innensystem soll auch die politische Bildungsarbeit mit den Freiwilligen erweitert werden. „In diesen Runden verschaffen sich die Freiwilligen Gehör, arbeiten konstruktiv an Lösung und sie geben Rückmeldung, welche Dinge aus ihrer Sicht Sinn machen und Reichweite erzielen“, so ergänzt Frank Tönnies.

Im Bundesfreiwilligendienst besteht auch die Möglichkeit für Menschen, die älter als 27 Jahre sind, einem Freiwilligendienst nachzugehen. „Mit dieser Öffnung ist auch ein Einsatz für Menschen möglich, die sich nach der Familienphase neu orientieren oder neue Erfahrungen in einem anderen Bereich machen wollen“, ergänzt Tönnies, Geschäftsführer der Einrichtung. Aber auch für Menschen, die in den Ruhestand eingetreten sind und sich noch einbringen möchten, ist dieser Dienst denkbar. Freiwillige über 27 können sich auch mit reduzierter Stundenzahl einsetzen. Die derzeitige Gruppe besteht aus Personen, die in einen engagierten Ruhestand als Post-/Telekombeamte eingetreten sind, die sich eine Auszeit nehmen, um sich beruflich neu zu orientieren oder die in Deutschland Fuß fassen möchten. Unter dem Motto "Sprachen und Sprichwörter" haben sich die Freiwilligen der Ü-27-Gruppe an einem Bildungstag zusammengefunden. „Durch den guten Austausch über die vielfältige Herkunft und das gemeinsame Bewältigen von Kooperationsübungen war schnell klar: Wir kommen aus verschiedenen Richtungen, aber bilden doch eine Einheit“, so schildert die Teamerin Christin von der Wellen den beeindruckenden Austausch. So bestanden die Teilnehmer auch darauf, dass die Symbole der verschiedenen Religionen auf der selbst gestalteten Gruppenkerze nebeneinander statt einander gegenüberstehen.

Die KFWD organisiert als Träger einen solchen Freiwilligendienst, der einem die beschriebenen Erfahrungen ermöglicht. Insgesamt können 340 Personen in einen Dienst aufgenommen werden. Eingesetzt werden die Freiwilligen ab 16 Jahren zwischen den Dammer Bergen und Wangerooge. Ob in Altenheimen, Bildungshäusern, Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Kindertagesstätten – überall ist ein Einsatz möglich.

Vermittelt und begleitet werden die Freiwilligen während dieser Zeit vom KFWD-Team. Wer einen Freiwilligendienst absolviert, erhält eine Taschengeldpauschale von 375 Euro im Monat und Urlaub. Das Jahr wird in der Regel als Vorpraktikum für soziale Berufe oder Studiengänge anerkannt.

Nähere Informationen sowie Bewerbungsunterlagen gibt es bei der „Katholische Freiwilligendienst im Oldenburger Land gGmbH“, An der Christoph-Bernhard Bastei 8, 49377 Vechta, Tel 04441 872-470, info@kfwd.de, www.kfwd.de.